Anorthit

Formel:   

CaAl2Si2O8                                                                                                               (9.FA.35; Feldspat-Gruppe (Plagioklas); Albit-Anorthit-Serie).

Ausbildung:

triklines Kristallsystem; Polymorph von Dmisteinbergit, Svyatoslavit und Stöfflerit; Polytypen/Varietäten: Labradorit, Bytownit, Spektrolih, Lindsayit und Oregon Sonnenstein; farblos, weiß, grau, rötlich, bräunlich u.a.; meist kurze, prismatische Kristalle selten größer als 2 cm, lamellare Aggregate, meist aber grobkörnig bis massiv; Zwillinge nach den Karlsbader-, Bavenoer-, Manebacher- und Periklin-Gesetz; gute Kristalle gelten als selten.

Entdeckung:   

vor 1823 - Graf der Bournon (= Indianit); 1823 - Gustav Rose; von diesem als Anorthit nach dem griechischen Wort anorthos = Schiefwinkligkeit (schief, schräg, wegen seiner Triklinität) benannt.

Labradorit - früher ein eigenständige Spezies, heute ein trikliner Polytyp/eine Varietät von Anorthit und ein intermediäres Mitglied der Albit-Anorthit-Serie, benannt nach der Halbinsel Labrador in Kanada (Abraham Gottlob Werner, 1780). Er bildet spätige Massen, nur selten auch Kristalle bis 6 cm Größe. Sein ggf. irisierendes Farbenspiel, welches durch Interferenz und Spiegelung des Lichtes an den submikroskopischen Entmischungslamellen verursacht wird, kann überwiegend blau und grünlich, seltener goldbraun, gelb, rötlich oder weiß sein.

Typlokalität: 

Italien, Region Kampanien (Campania), Provinz Neapel, Somma-Vesuv-Komplex, Monte Somma.

Seltenheit:

verbreitet                                                                                             (mineralienatlas: 536 / mindat: 2.720 Lokalitäten; 2026).

 

 

 

Anorthit xx

Tolbachik-Vulkanfeld, Kamtschatka Oblast, Ferner Osten, Russland

Stufe: 3,3 x 3,0 cm

 

 

 

 Labradorit

Norcross Labradoritsteinbruch, Maniry, Distrikt Ampanihy, Atsimo-Andrefana, Madagaskar

Stufe: 20 x 12,7 cm

 

 

                                                                                                        

Quellen: Sammlung und Fotos Matthias Kahl; allg. Mineralbeschreibung nach Mineralienatlas.de, Mindat.org, Handbook of Mineralogy, DeWikipedia und/oder Lapis-Mineralienmagazin

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