Atacamit

Formel:   

Cu2Cl(OH)3                                                                                                                   (3.DA.10a; Atacamit-Gruppe)

Ausbildung:

orthorhombisches Kristallsystem; Polymorph von Botallackit und Clinoatacamit; grün bis schwarzgrün; überwiegend prismatische Kristalle mit nadeligem bis säuligem Habitus, auch radialstrahlige, blättrige, faserige oder körnige bis massige Aggregate.

Entdeckung:   

1786 - Rochefoucauld & Baumé & Fourcroy; heuter Name 1802/1803 durch Johann Friedrich Blumenbach, der es nach seiner Typlokalität, die Atacamawüste in Chile, benannte.

Kupfersand, Salzsaurer Kupfersand, Grüner Sand aus Peru, Kupferhornerz - sind alternative bzw. veraltete Bezeichnungen für das Mineral Atacamit.

Typlokalität:

Chile, Region Atacama (III. Region).

geol. Umfeld:

Oxidationsprodukt anderer Kupferminerale in sulfidischen Kupfer-Lagerstätten, in der Regel unter ariden Klimabedingungen. Seltener als Sublimationsprodukt vulkanischer Gase. Auch als Verwitterungsprodukt von Sulfiden in unterseeischen Schwarzrauchervorkommen.

Seltenheit:

verbreitet                                                                                                       (mineralienatlas: 346 / mindat: 682 Lokalitäten; 2026).

 

 

Atacamit xx neben Nantokit und Halloysit-7Å auf Chrysokoll

Mina La Farola, Tierra Amarilla, Copiapo Provinz, Atacama Region, Chile (TL)

  Stufe: 12 x 7,5 cm

 

 

Atacamit xx

Detail der links abgebildeten Stufe

Bildbreite: 4 mm

 

 

Atacamit

Röhrigschacht (Annenschächterücken, Segen-Gottes-Stollen), Wettelrode,

Mansfeld-Südharz, Sa.-Anhalt, BRD

Bildbreite: 3 mm

 

  Kupferschieferbergbau im Südharz

 


 

                                                                                                        

Quellen: Sammlung und Fotos Matthias Kahl; allg. Mineralbeschreibung nach Mineralienatlas.de, Mindat.org, Handbook of Mineralogy, DeWikipedia und/oder Lapis-Mineralienmagazin

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