Diamant

Formel:   

C                                                                                                                              (1.CB.10; Diamant-Gruppe).

Ausbildung:

kubisches Kristallsystem; Polymorph von Chaoit, Graphit, Lonsdaleit und Tartarosit; farblos, verschiedene Fremdfarben; meist oktaederförmige Kristalle, oft mit gebogenen Flächen, Gestalt auch als Tetraeder, Dodekaeder oder Würfel.

Entdeckung:   

Altertum; war schon ältesten Kulturen vor > 6000 Jahren bekannt. Der Diamant wurde benannt aus dem spätlateinischen diamantem, Akkusativ von diamas, einer präzisierenden Abwandlung von adamas, akk. adamantem, zu griechisch αδάμας, adámas, „unbezwingbar“.

Typlokalität: 

keine.

Geol. Umfeld:

Der Diamant kristallisiert in großen Erdtiefen, typischerweise in Tiefen zwischen 250 bis 800 Kilometern, als Frühausscheidung aus ultrabasischen Magmen unter Temperaturen von 1250 bis 1500 °C und unter einem Druck von 100 bis 150 Kilobar. Solche extremen Bedingungen herrschen auf der Erde ab einer Tiefe von etwa 150 km im Oberen Erdmantel, der nach heutigen Vorstellungen von ultramafischen Gesteinen wie Peridotit und Eklogit mit örtlichen Magmenherden gebildet wird. An die Erdoberfläche gelangt der Diamant bei Vulkanausbrüchen, wenn die emporsteigenden Laven Tiefengesteine mitreißen. Aus diesen Lava- und Gesteins-Gemischen eines Vulkanschlots bilden sich die Gesteine Kimberlit oder Lamproit, die die Fundorte des Diamanten darstellen, nicht jedoch den Ursprungsort. Kimberlit verwittert leicht, der Diamant kann in Sedimente gelangen und sich in Seifen anreichern. In Australien haben Forscher Diamanten gefunden, die mehr als vier Milliarden Jahre alt sind und damit nur wenig jünger als die Erde selbst. Diamanten können auch bei Meteoriteneinschlägen entstehen sowie Bestandteil bestimmter Meteoriten sein.

Seltenheit:    

verbreitet                                                                                             (mineralienatlas: 276 / mindat: 794 Lokalitäten; 2026).

 



 Mikrodiamanten führender "Saidenbachit"  

Saidenbachtalsperre, Forchheim bei Pockau-Lengefeld, Erzgebirge, Sachsen, BRD

 Stufe: 6 x 6 cm

 



rotbräunliche Granate (Almandin) mit Mikrodiamanten

Detail der links abgebildeten Stufe

 Bildbreite: 6 mm

 



Diamant auf Kimberlit

Mirny Mine, Sacha (Jakutien), Ferner Osten (Sibirien), Russland

 Stufe: 6 x 5 cm

 


 

farbloser Diamant-Kristall

Detail der links abgebildeten Stufe

 Bildbreite: 19 mm

 

 

Diamant auf Kimberlit

Miba Mine, Mbuji Mayi (Bakwanga), Kasai Oriental, DR Kongo

 Bildbreite: 30 mm

 

 

 

Diamant xx, mehrere Farben

 Icabaru Fluss Seifen, Santa Elena de Uairen, Bolivar, Venezuela

 Bildbreite: 7 mm

 

 

                                                                                                        

Quellen: Sammlung und Fotos Matthias Kahl; allg. Mineralbeschreibung nach Mineralienatlas.de, Mindat.org, Handbook of Mineralogy, DeWikipedia und/oder Lapis-Mineralienmagazin

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