Mellit

Formel:   

Al2C6(COO)6·16H2O                                                                                             (10.AC.05; Mellit-Gruppe).

Ausbildung:

tetragonales Kristallsystem; farblos, weiß, grau, gelblich, orange bis bräunlich; meist dipyramidale Kristalle bis in den Zentimeterbereich mit harz- bis glasglänzenden Oberflächen, auch körnige Aggregate.

Entdeckung:   

1789 - Christian August Siegfried Hoffmann (= Honigstein, erste kurze Beschreibung). 1789 - Dietrich Ludwig Gustav Karsten (= Honigstein und Bitumen melliadites, genauere Beschreibung des Minerals und Typ-Fundortes). 1792 - Abraham Gottlob Werner (Buch „Oryktognosie oder Handbuch für die Liebhaber der Mineralogie“ mit der detaillierteren Beschreibung von Karsten). 1793 - Johann Friedrich Gmelin; dieser bezeichnete das Mineral als Mellites, nach dem ursprünglich griechischen Wort μέλι [meli] für Honig (Honigstein) und mit Bezug auf die Farbe des Minerals an der Tylokalität. Richard Kirwan wandelte den Namen 1796 in Mellilite und René-Just Haüy 1801 in die heute gültige Bezeichnung Mellit (Mellite) um.

Typlokalität: 

Deutschland, Thüringen, Kyffhäuserkreis, Artern a.d. Unstrut, Braunkohletagebau Auguste.

Seltenheit:    

selten                                                                                                    (mineralienatlas: 16 / mindat: 10 Lokalitäten; 2025).

 

 

Mellit-Kristall

Braunkohlentagebau Auguste, Artern, Kyffhäuserkreis, Thüringen, BRD (TL)

Größe Kristall: 13 mm

 

 

Mellit- und einige Braunkohlekörner in Glasröhrchen

Braunkohlentagebau Auguste, Artern, Kyffhäuserkreis, Thüringen, BRD (TL)

Bildbreite: 6 cm

 

 

Mellit xx

Bad Frankenhausen, Kyffhäuser, Thüringen, BRD

Bildbreite: 6 mm

 

 

Mellit auf inkohlten Holz

Bad Frankenhausen, Kyffhäuser, Thüringen, BRD

Bildbreite: 6 mm

 

Mellit als Verkittung kleiner Quarzkiesel

Braunkohlentagebau Conkordia, Nachterstädt bei Aschersleben,

Sachsen-Anhalt, BRD

Stufe: 2,5 x 1,8 cm

 

 

gelblicher bis orangebrauner Mellit

Detail der links abgebildeten Stufe

Bildbreite: 6 mm

 

 

 

Stufe aus Mellit xx

Grube Csordakut (Csordakuti), Bicske-Csordakut, Bicske-Zsambeki Basin,

Komitat Fejér, Ungarn

Stufe: 8,5 x 7 cm

  

  

  

 

Mellit xx

Detail der links abgebildeten Stufe

Bildbreite: 3,4 cm

 

 

                                                                                                        

Quellen: Sammlung und Fotos Matthias Kahl; allg. Mineralbeschreibung nach Mineralienatlas.de, Mindat.org, Handbook of Mineralogy, DeWikipedia und/oder Lapis-Mineralienmagazin

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