Pseudolaueit

Formel:   

Mn2+Fe23+(PO4)2(OH)2·7-8H2O                                                                          (8.DC.30; Laueit-Gruppe).

Ausbildung:

monoklines Kristallsystem; Polymorph von Laueit und Stewartit; gelb bis honigbraun; gedrungene, isometrische, auch pseudohexagonale Kristalle.

Entdeckung:   

1956 - Hogo Strunz. Der Name bezieht sich auf die chemische Ähnlichkeit zum Mineral Laueit. Die Spezies Laueit selbst wurde 1954 von Hugo Strunz zu Ehren von Max Felix Theodor von Laue (1879 - 1960), Professor für Physik am Kaiser-Wilhelm-Institut (heute Max-Planck-Institut), Berlin, Deutschland, und an der Universität Göttingen, Göttingen, Deutschland, benannt. Laue war der Erste, der bestätigte, dass Mineralien eine regelmäßige atomare Anordnung hatten, wie es von früheren Physikern vorhergesagt worden war. Er leitete die ursprünglichen Experimente mit Röntgenstrahlen, um ein Beugungsmuster zu erhalten, das zur Methode zur Bestimmung von Kristallstrukturen wurde.

Typlokalität: 

Deutschland, Bayern, Oberpfalz, Landkreis Neustadt an der Waldnaab, Waidhaus, Hagendorf, Hagendorf-Süd (Grube Cornelia).

Seltenheit:    

selten                                                                                                      (mineralienatlas: 7 / mindat: 14 Lokalitäten; 2026).

 

 

 

Pseudolaueit xx neben Laueit, Stewartit, Mitridatit, Rockbridgeit, Strunzit und Beraunit

Grube Cornelia, Hagendorf-Süd, Waidhaus, Oberpfalz, Bayern, BRD (TL)

Stufe: 4 x 3 cm

 

  

 

Pseudolaueit xx

Detail der links abgebildeten Stufe 

Bildbreite: 2 mm

 

 

Pseudolaueit xx neben Laueit, Stewartit, Mitridatit, Rockbridgeit, Strunzit und Diadochit

Grube Cornelia (76-m Sohle), Hagendorf-Süd, Waidhaus, Oberpfalz, Bayern, BRD (TL)

Stufe: 4,5 x 3,5 cm

 

 

 

Pseudolaueit-Kristall neben Laueit xx u. a.

Detail der links abgebildeten Stufe 

Bildbreite: 1,5 mm

 

 

                                                                                                        

Quellen: Sammlung und Fotos Matthias Kahl; allg. Mineralbeschreibung nach Mineralienatlas.de, Mindat.org, Handbook of Mineralogy, DeWikipedia und/oder Lapis-Mineralienmagazin

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