Stibnit

Formel:   

Sb2S3                                                                                                                      (2.DB.05; Stibnit-Gruppe).

Ausbildung:

orthorhombisches Kristallsystem; Dimorph von Metastibnit; dunkelbleigraue, meist prismatische, nadelige oder radialstrahlige Kristalle, typischerweise in Längsrichtung gestreift, aber auch massige Aggregate; häufigstes Antimonsulfid.

Entdeckung:   

seit der Antike bekannt. Die Mineralbezeichnung Stibnit leitet sich aus den nach Dioslorides ursprünglichen griechischen Namen Στιβι "stibi", Στιμμι "stimmi" und Πλατνόπθαλμου "platnopthalmos" ab, die den schwarzen, mineralischen Puder aus dem Mineral bezeichneten. Ausgehend vom lat. stibium führte Francois Sulpice Beudant 1832 den Namen Stibine ein, der von James Dwight Dana 1854 zu Stibnite geändert wurde. Der alternative Name Antimonit wurde etwa seit 1834 als chemischer Name für die Salze der Antimonsäure verwendet und Wilhelm Haidinger leitete 1845 daraus den Mineralnamen Antimonit ab.

Antimonit, Antimonglanz, Grauspießglanz, Grauspießglas, Spießglas oder Spießglanz - sind veraltete oder alternative Namen für das Mineral Stibnit.

Typlokalität: 

keine.

Seltenheit:    

verbreitet                                                                                          (mineralienatlas: 1.226 / mindat: 3.900 Lokalitäten; 2025).

 


Stibnit, grobstengelige xx auf Kluftfläche im Quarzporphyr (Meta-Granitoid)

Stbr. am Kuhberg, Neumühle bei Greiz, Thüringen, BRD

Stufe: 20 x 15 cm

 


 

Sibnit xx

Detail der links abgebildeten Stufe

Bildbreite: 5 cm

 

 

Stibnit xx neben Quarz auf Quarzporphyr (Meta-Granitoid)

Stbr. am Kuhberg, Neumühle bei Greiz, Thüringen, BRD

Stufe: 13 x 11 cm

 

 

 

Stibnit, grobstengelige Aggregate

Graf Jost-Christian-Zeche, Wolfsberg, Harz, Sa.-Anhalt, BRD

Stufe: 7 x 6 cm

 



Stibnit als grobstengelige Aggregate auf/in Schiefer

Oberböhmsdorf bei Schleiz, Thüringen, BRD

Stufe: 17,5 x 8 cm  

 



Stibnit als grobstengelige Kristalle in Calcit

Grube "Halber Mond", Oberböhmsdorf bei Schleiz, Thüringen, BRD

Stufe: 7 x 3 cm  

 



Stibnit gemeinsam mit Oxyplumboromeit (Bindheimit) und Stibiconit

Steinbruch Steinhübel, Waldhaus, Greiz, Thüringen, BRD

Stufe: 7 x 4 cm

 


Stibnit, sternförmiges Aggregat, mit "Antimonocker"

(ws. Steinbruch Steinhübel, Waldhaus, oder Steinbruch an der Teufelskanzel)

Greiz, Thüringen, BRD

Stufe: 6,2 x 4,5 cm

 



Stibnit xx "Stibnit-Rose" auf Quarz

Mine Herja, Chiuzbaia, Baia Mare, Maramures, Rumänien

Stufe: 8 x 6 cm

 

 

 

Stibnit xx

Mine Herja, Chiuzbaia, Baia Mare, Maramures, Rumänien

Stufe: 11 x 10 cm

 



Stibnit xx partiell übekrustet mit Calcit

Xikuangshan Sb-Lagerstätte, Kreis Lengshuijiang, Präfektur Loudi,

Provinz Hunan, China

Bildbreite: 14 cm

 

 



Stibnit xx bis 7 cm Länge

Mine Montauto, Grosseto, Toskana, Italien

Stufe: 13 x 11 cm

 

 

                                                                                                        

Quellen: Sammlung und Fotos Matthias Kahl; allg. Mineralbeschreibung nach Mineralienatlas.de, Mindat.org, Handbook of Mineralogy, DeWikipedia und/oder Lapis-Mineralienmagazin

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