Tschermigit

Formel:   

(NH4)Al(SO4)2·12H2O                                                                                            (7.CC.20; Alaun-Gruppe).

Ausbildung:

kubisches Kristallsystem; farblos, weiß. Tschermigit bildet meist weiße Ausblühungen oder faseriger bis stengelige Aggregate. Selten sind ausgeprägte Kristalle (in der Regel Oktaeder), die eine Größe von einem Zentimeter erreichen können. Tschermigit ist gut in Wasser löslich und besitzt einen salzig-bitteren, adstringierenden Geschmack. Tschermigit kann zu Godovikovit dehydrieren.

Entdeckung:   

1853 - Franz von Kobell. Dieser benannte das Mineral nach der Typlokalität Tschermig in Tschechien.

Typlokalität: 

Tschechien, Usti, Region Ústecký kraj, Kaaden (Kadan), Tschermig (Cermniky).

Seltenheit:

wenig verbreitet                                                                                     (mineralienatlas: 71 / mindat: 86 Lokalitäten; 2026).

 

 

farblose bis leicht graue Krusten und Kristalle auf Matrix

Absetzerhalde, Tagebau Lichtenberg, Ronneburger Uranbergbaurevier,

 Thüringen, BRD

Bildbreite: 18 mm

 

 



Tschermigit

Detail der links abgebildeten Stufe

Bildbreite: 5 mm

 

 

                                                                                                        

Quellen: Sammlung und Fotos Matthias Kahl; allg. Mineralbeschreibung nach Mineralienatlas.de, Mindat.org, Handbook of Mineralogy, DeWikipedia und/oder Lapis-Mineralienmagazin

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